no wind trips

Meine Woche in Canggu – Bali

Canggu Bali
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Tag 1

Fix und foxy nach einem langen Trip aus Kalpitiya nach Colombo über Kuala Lumpur nachCanggu auf Bali. Aber beim ersten Mie Goreng auf der Dachterrasse sehen meine entzündeten Augen Kites  am Abendhimmel. Natürlich bin ich sofort hellwach und mache mich auf zum Strand!

Canggu downtown

Canggu downtown

Ja, der Swell ist ganz ordentlich und die Jungs und ein Mädel fliegen 12-14er. Das wird ja eine spannende Zeit hier.  Nachdem ich mir noch eine Massage im Goldust  für den nächsten Tag gesichert habe, falle ich totmüde ins Bett. Das Goldust Spa hat eine tolle Atmosphäre und die Massage war sehr gut.

Tag 2

Gegen halb acht bin ich leider vom Motoren- und Baulärm wach. Das bin ich alles nicht mehr gewohnt. Für Erste Welt- Menschen mag Canggu eher ruhig und beschaulich sein. Für mich ist es nach in the middle of nowhere zwischen Eseln, Wind, Fischern und ein paar Tuk Tuks der Grosstadt – Dschungel.

Uluwatu Beach

Uluwatu Beach

Muss mich halt wieder dran gewöhnen. Das geht am besten bei einem phänomenalen Rührei – Spinat- Popeye-  Frühstück im Betelnut Café. Zwei Cappuccini und Apple Ginger Juices später fühle ich mich gestärkt für … surfen. Weil ich kein Bock auf alleine habe, nehm ich ne Stunde am old man surf spot (obwohl ich längst alles über paddeln und popup weiss! Aber irgendwie so ganz allein da rein, das krieg ich jetzt eben nicht hin).

Bei den alten Männern

Bei den alten Männern

 Mit Ady bin ich volle zwei Stunden im Wasser. Surfe eine Welle nach der anderen. Aufm Softboard natürlich und ich werde von ihm angeschubst, meistens. Und er sucht mir auch die Wellen aus. Wenn das Leben immer so leicht wär.

Tag 3

Surfen macht richtig Spass hier!

Die Wellen sind anfängergross und super clean. Sowas bin ich noch nie vorher gesurft. Das erste Mal in meinem Leben hab ich gar keine Angst, wenn so eine grüne Wand auf mich zudonnert. Ich hab ausserdem gelernt, wie ich auf dem Brett sitze, wenn  ich die Welle nicht nehme. Und zwar so, dass ich nicht runterfalle oder den ganzen mühsam erpaddelten Weg zurück zum Strand gespült werde. 

Surfsnack

Surfsnack

It´s all about reading (the wave), feeling and timing“… na, das ist doch mal ein Lebensrat. Und der Ady, der muss es wissen, denn er surft schon seit 23 Jahren. Ich möchte jetzt am liebsten sofort alles über die Wellen wissen und nur noch die richtige auswählen. Aber das braucht eben Zeit und Übung. Heute morgen voll motiviert um acht aus dem Bett.. auf zum Strand. Naja, ich bin dann doch zum crate café abgebogen und schreib nun lieber diese Zeilen. Ich hab kaum geschlafen trotz Surfmüdigkeit und geniesse nun mein gemütliches Bett im Frii Bali Echo Beach Hotel für einen kleinen Powernap.

Crate Café

Crate Café

Nachmittags erkunde ich Kuta und Seminyak mit dem Scooter. Ich liebe das. Rumfahren im Sommer, den Fahrtwind im Gesicht, kein Ziel, kein Plan, einfach los.

Klick hier zum Video!

Kuta und Seminyak sind der blanke Horror. Hier ist mehr los als in New York zur rush hour. Schnell wieder weg.

Random surf dude

Random surf dude

Tag 4

Heute morgen war ich vor neun im Wasser… und die erste Welle mit dem Longboard geritten. Alter Schwede (!) ist das Paddeln mit dem Ding anstrengend! Leider sieht man auch am Strand gar nicht saulässig aus mit dem Longboard. Ich brauch beide Arme, um das Ding zu tragen. Aber ich schaffe es auf dem Longboard so gerade mit der Balance und ich will ja lieber die Welle reiten und im Wasser cool aussehen als am Strand.  In den Pausen zwischen den Sets hab ich neue Freunde gefunden, Jessica und Poppe aus Schweden.  Surfing is social.

My swedish surf buddies

My swedish surf buddies

Tag 5

Hab mich selbst um viertel nach sieben aus dem Bett geschmissen. Morgens sind die Wellen so clean, da muss ich einfach rein. Es war hart. Gefühlte zehn wipe outs und keine (!!) gesurfte Welle später sitze ich beim Frühstück im crate. Das ist mir heute zu hip und zu laut. Ich flüchte mich zu Monsieur Spoon in den Garten. Hier ist es fast ruhig. Bis auf das Gedudel aus dem Nachbarcafé und den üblichen Motorenlärm.

Main road Canggu

Main road Canggu

Canggu… ich kann nicht sagen, dass es mir nicht gefällt. Tolle Cafés und Restaurants mit gesundem, stylischem und modernem Essen, Cappuccino everywhere, Beauty Salons, zig Läden für den „gypsy Bikini kindalifestyle“. Ich mag das. Für eine Weile jedenfalls.

Alles voller surf dudes and babes. Gottseidank sind die nicht alle aufm Wasser, da ist es eh schon eher voll.

Die Männer tragen Bart und man bun und zeigen viel tätowierte Haut. Jedes Café ist noch ein bisschen hipsterer als das andere. Es geht viel mehr um „showing up“ als um „live the search“. Und das nervt mich. Vielleicht liegt es an Sri Lanka. Hab ich einen Rückwärts – Kulturschock? Ja definitiv. Aber das ist es gar nicht mal. Hier in Canggu sind irgendwie die Prioritäten verschoben (worden?).

Sri Lanka war voll meins: Keine Partyszene, keine Ablenkung von mir selbst, keine verführerischen Läden, die mir suggerieren, ich bräuchte Klamotten, die ich eh nur dreimal im Jahr tragen kann.  Klamotten machen keinen Sommer und keine Surferin aus mir. Denn lets face it: Ich lebe  nicht am Strand. No endless summer, no bikinikindalife.  Auch in den coolsten Klamotten kriege ich keine Welle mehr und der Wind an meinem See wird niemals jeden Tag mit 25 Knoten blasen.

Natürlich hab ich trotzdem ein wunderschön geringeltes Hemdblusenkleid gekauft. Mein Balikleid eben. Bin ja auch nur ein Mensch.

Brauche ich das wirklich?

Brauche ich das wirklich?

Es wird schwer, zurück in die laute erste Welt zu gehen und mich nicht zu verlieren. Wer ich bin, was mich glücklich macht, was ich wirklich brauche und vor allem, was nicht.

Canggu.. leider viel zu laut, um die Wellen rauschen zu hören. Dabei sind die die Attraktion hier.

Uluwatu lookout

Uluwatu lookout

Tag 6

Mal raus, also knappe zwei Stunden mit dem Scooter nach Uluwatu. Durch den Smog und Stau ins Paradies. Hier hab ich mich nicht getraut zu surfen. Meine letzte Session in Canggu war sowas von genial, dass ich meine Erinnerung daran bewahren will. Es war zu schön, einfach den Surfern beim Tanzen im Ozean zuzuschauen. Langsam versinkt die Sonne im Meer und taucht alles in dieses unvergleichliche Gelborange.

Surfer paddlimg into the waves at Uluwatu

Surfers paddling into the waves at Uluwatu

Die Wellen brechen kristallklar und türkisblau. Tiefenentspannung.

Schweren Herzens trenne ich  mich von diesem perfekten Moment am perfekten Strand mit diesem unsagbar schönen Meer. Nie hab ich schönere Wellen gesehen als auf Bali.

Bali❤️

Bali❤️

Meine Woche in Canggu

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1 Comment

  • Reply
    Sabine Egger
    4. Oktober 2016 at 13:50

    Hi best camping spain!

    Thanks for giving a comment. I think there is way more text in my blog than videos. But true, I live the waveriding video of Canggu. Could watch it every day. Of course I am writing more. Currently I am back at home and interested in zero waste , conscious consumption and healthy food.

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